Heimatmuseum Seulberg

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Räuber im Taunus

Im Wald da sind die Räuber ...


 

 

Vom Heiden-Ernst und Schinderhannes

Im Gefolge von Kriegen, in Zeiten von Not und Unsicherheit stieg die Zahl der Recht- und Ehrlosen,
der Verarmten und sozial Entwurzelten stark an. Viele Soldaten fanden nach Dreißig- und
Siebenjährigen Krieg nicht mehr ins bürgerliche Leben und organisierten sich in Banden.
Andere, etwa die gesellschaftlich ganz unten Stehenden, sahen in Raub, Geiselnahme oder
dem Erpressen von Schutzgeld eine Möglichkeit, dem Elend zu entkommen.
Die Obrigkeit fragte freilich nicht nach den Gründen für Gesetzesbruch. Mit drakonischen Strafen,
wie sie die Constitutio Criminalis Carolina von 1532, auch „Peinliche Halsgerichtsordnung“ genannt,
festlegte, sollte der Rechtsfrieden bewahrt werden. Folter galt demnach als zulässig, und schon für
Straßenraub war die Todesstrafe vorgesehen.


 

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