Heimatmuseum Seulberg

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Jüdischer Friedhof

Auf Spurensuche

Erhalten haben sich in Hessen 350 historische jüdische Friedhöfe. Einer der ältesten von ihnen ist der Seulberger, auf dessen 4.500 Quadratmeter großen Areal noch 199 Grabsteine aus dem 18. und 19. Jahrhundert stehen.

Erstmals urkundlich erwähnt wird der jüdische Friedhof 1580. Nachdem die Homburger Kultusgemeinde zwei Morgen Acker zur Erweiterung gekauft hatte, erwirkte sie von Landgraf Friedrich II. 1690 die Erlaubnis, auch ausländische Juden auf dem nunmehr hessen-homburgischen Friedhof zu bestatten. Tatsächlich reichte das Einzugsgebiet von Frankfurt bis an die Lahn, wie auch Grabinschriften belegen. Doch findet man unter den Namen ebenfalls Köpperner Israeliten. Burgholzhausen indes besaß einen eigenen, unterhalb der Burg gelegenen jüdischen Friedhof.

„Shalom - ein Zeichen für den Frieden“ nannte Constanze Heynold ihr interkulturelles Projekt, mit dem sie den fast vergessenen Jüdischen Friedhof am Rande des Hardtwaldes wieder in Erinnerung rief. Seither flankieren Bündel von je sechs Basaltsäulen, verziert mit unterschiedlichen Halbedelsteinen, den Hauptzugang. Ein Kunstprojekt voller Symbolik.

 



Diese entschlüsselt die rund 60-minütige Führung.
Kosten: für Gruppen 30 Euro
Termine nach Voranmeldung
unter der Tel. 06172 / 731-1-100
oder per eMail: erika.dittrich@friedrichsdorf.de

Foto: Einweihung des interkulturellen Kulturprojektes "Shalom - Ein Zeichen für den Frieden",
September 2002